Wie handelte man einst in Ptuj? - ptuj.info

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1376 erkannte der Salzburger Erzbischof Ptuj die Stadtrechte im Statut an, dem ältesten Rechtsdokument dieser Art in Slowenien. Einige der Bestimmungen für den Handel in der Stadt aus dieser Zeit werden Ihnen widerspenstig vorkommen.

  1. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Einwohner von Ptuj bereits eine besondere Kontrolle über den Wein eingeführt. Nach dem Sankt-Martinstag durfte er nicht in die Stadt importiert werden und erlebte nach der Beschlagnahme verschiedene Schicksale. So wurde schlechter Wein einfach wegeschüttet, guter Wein ging an die Patienten im Krankenhaus, Spitzenweine waren aber für den Erzbischof bestimmt.
  2. Bei Brotmangel untersuchte der Richter die Stadtbäckereien. Wenn der Bäcker Mehl bei sich hatte, aber kein Brot zum Verkauf, musste er eine Geldstrafe zahlen. Und noch eine zusätzliche Kuriosität: Den Stadtbäckern, die zu kleine Brote backten, wurden diese weggenommen und an arme Mitbürger verteilt!
  3. Zuerst konnten Bürgerinnen Einkäufe für ihre eigenen Bedürfnisse erledigen, erst danach waren Marktfrauen an der Reihe, die aber auch Steuern zahlen mussten. Krämerinnen oder Weiterverkäuferinnen durften keine Ware kaufen, die sich bereits in der Stadt befand. Somit versuchten die Behörden Provisionszahlungen zu verhindern.

In Ptuj haben sich drei traditionelle Stadtjahrmärkte aus dieser Zeit erhalten – die Georg-, Oswald- und Katharina-Jahrmärkte. Zu dieser Zeit sind die Straßen und Markplätze mit einer Vielzahl von Produkten gefüllt. Händler, Käufer und Neugierige kommen von nah und fern nach Ptuj. Stürzen Sie sich in den Chaos von Straßenverkäufen und versuchen Sie, mit den Händlern zu feilschen.

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